Abistreich

So (oder sehr ähnlich) war es auch im Mainecho zu lesen:

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Der SG8-Partygipfel – Ein Hauch von Heiligendamm

Alzenau. Spessart-Gymnasium. Nach mit Glanz und Gloria bestandenem Abitur kam nun die Zeit, in der sich die fleißigen Abiturienten traditionsgemäß an die Organisation des alljährlichen Abistreiches machten. Mit einer gewissen gesellschaftskritischen aber spaßbetonten Thematik wurde dieses Jahr der SG8-Partygipfel in Anlehnung an den erst kürzlich beendeten G8-Gipfel als Abistreich 2007 am SGA veranstaltet.

Dieses Jahr wurde die Schwierigkeit allerdings drastisch erhöht, denn durch falsche Informationsweitergabe innerhalb der Schulleitung des SGAs, wurde der vormalig vereinbarte Termin kurzfristig vor verschoben.

So wiegte man die Schulabgänger in Sicherheit und bot ihnen mit gehäucheltem Kooperationswillen den Mittwoch, 27. Juni als wünschenswerten Termin für den Abistreich an, jedoch nur um diesen Termin 48 Stunden vor selbigem für unmöglich zu erklären und den Dienstag als Veranstaltungstag zu fordern.

Durchaus geschockt, aber dennoch längst nicht aus der Bahn geworfen, stürzte sich der Abiturjahrgang unter enormen Zeitdruck in einen 12stündigen Organisatinosmarathon, der in den Annalen des SGAs noch lange Zeit seines gleichen suchen wird.

So gelang es bis zum Schulbeginn des vergangenen Dienstags am Eingang der Schule mit Hilfe von zahlreichen Bauzäunen und ähnlichem Gerät eine Sicherheitsschleuße zu errichten, innerhalb derer sowohl Schüler als auch Lehrer mit empfindlichen Kontrollen durch das anwesende vielköpfige Securityteam rechnen mussten.

Auch eine Gruppe von Demonstranten, die ihren Unmut über bestimmte Gegebenheiten am SGA lautstark Gehör verschafften und Transparente mit ähnlichen Aufschriften wie „Lasst euch nicht verBahnern!“ war vorhanden.

Da die Demonstranten nicht damit begannen die erst kürzlich aus feinstem chinesischem Granit angefertigte Schultreppe zu zerbrechen und mit Steinen zu werfen, blieb ein friedlicher Ablauf der Demonstration gewährleistet und der Einsatz von Wasserwerfern unnötig.

Die gesamte Szenerie, die auf der einen Seite das Schülerauge mit mannigfaltigen Eindrücken verwöhnte, wurde neben den diversen Sperrvorrichtungen durch Blinkleuchten, Warnschildern und einem Einsatzfahrzeug des THW unterstützt und bot auf der anderen Seite auch Gourmetkost für das Schülerohr: Es erklangen neben Demonstrantensprechchören, Hubschraubergeräuschen auch zahlreiche über ein Megaphon verbreitete Anweisungen der Gipfelleitung, welchen übrigens weitestgehend Folge geleistet wurde, sodass einem reibungsloser Ablauf des Abistreiches 2007 nichts im Wege stand.

Pünktlich zur 2. Pause schallte dann noch einmal die Gipfelleitung mit einer Durchsage durch das Schulhaus. Die Schülermassen strömten auf den Pausenhof und fanden dort die traditionelle Gute-Laune Bühne, den Würstchenstand und den Abizeitungsverkauf vor. Natürlich war auf dem Hartplatz wieder eine Hüpfburg aufgebaut und viele Schüler ließen sich trotz strömenden Regens nicht davon abhalten eine Runde zu hüpfen.

Ganz gemäß dem SG8-Gipfel wurden dann die drei Regierungsoberhäupter Angela Merkel, Vladimir Putin und George W. Bush begrüßt, die sich als Jury für den SG8-Gipfel extra frei genommen hatten.

Sie sollten die schwierigen Aufträge, die später an verschiedene Lehrer vergeben wurden, bewerten. So mussten z. B. die Kunstlehrer ein James Bond Plakat malen, die Musiklehrer ein James Bond Thema vorspielen, die Deutschlehrer ein Gedicht mit Stichwörtern bilden und die Chemielehrer wurden gebeten ein phänomenales Abschlussfeuerwerk mit vielen „Ahs“ und „Ohs“ vorzubereiten.

Zwischendurch wurde ständig die Stimmung mit fliegenden Süßigkeiten, kecken Sprüchen des Moderators und bester Musik aufgeheizt.

Nicht repräsentativ für die unglaublich gute Stimmung war leider das Wetter. Trotzdem schienen die meisten Schüler nicht beeindruckt, da sie tapfer, selbst bei unwetterähnlichen Regengüssen, vor der Bühne verharrten.

Da die anwesende Lehrerschaft stets mit einem Lächeln durch die Menge spazierte und die Schüler begeistert mitfeierten, kann trotz der so kurzfristigen Umplanung ein absolut positives Fazit gezogen worden: Der Abistreich 2007 wird ein Beispiel für alle weiteren Jahrgänge sein.

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