Witz

31 Januar, 2006

Ein Vater frag seinen Sohn: „Kannst du mir die Unterschiede zwischen den Betriebssystemen erklären?“. Der Sohn antwortet: „Ja klar. Stell dir einen großen Flughafen vor. Ein Flugzeug startet und niemand will mitfliegen. Nach 300m stürzt es ab. Das ist Windows 98. Ein zweites Flugzeug startet und stürzt nach 200 Metern ab, mit vielen Passagieren an Bord. Das war Windows XP.“ Ein wenig verdutzt schaut der Vater seinen Sohn an: „Und was ist mit UNIX*“. Der Sohn darauf: „Papa, ich hab dir doch gesagt, du sollst dir einen großen Flughafen vorstellen!“

*mit UNIX sind alle Derivate gemeint. GNU/Linux, *BSD, demzufolge auch MacOS X usw.


You don’t know Jack

30 Januar, 2006

„Die erste Quiz-Show für Zuhause“ oder so habe ich letztens in einer Werbeanzeige gefunden.
Die Anzeige war für das Musikquiz „Buzz“. Sogar Buzzer gibt’s beim Playstationset dazu.

Trotzdem gibt es solche Quizshows nicht erst seit Wer wird Millionär.
Paradebeispiel ist „You don’t know Jack“, Ein wirklich lustiges Spiel, dass man maximal zu dritt spielen kann. Es wartet mit sehr vielen bissigen Kommentaren und intelligenten bis spaßigen Fragen auf. Besonderheiten, z. B. an Weihnachten ein „Fröhliche Weihnachten!“ vom Moderator Jack.
Witzig ist erstmal die Fragen überhaupt zu verstehen, da diese meistens ein wenig versteckt sind.

Lustiges Spiel, auf jedenfall zu empfehlen.

Wer aufgepasst hat, dem ist aufgefallen, dass ich diesen Artikel hinterlistigst verändert habe. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass das Spiel gar nicht „Jack Attack“ heißt, sondern dass das nur eine Untereinheit des Spiels „You don’t know Jack“ darstellt. Ich bitte vielmals um Entschuldigung.


Raubkopierer, Musiker und die Musikindustrie

28 Januar, 2006

Am Mittwoch ist mir ein kleines Heftchen in die Finger gekommen. Das Häfftmäg vom Hausaufgaben Häfft.
U. a. geht es in diesem Häfft-Mäg auch um Raubkopierer. Das übliche Szenario ist beschrieben. Ein Mädchen, Schülerin, liebt Musik, hat aber nicht wirklich Geld um sich für 16,00 Euro immer eine neue Platte zukaufen. Deshalb läd‘ sie schwarz.

Um das erstmal klarzustellen, ich will auf keinen Fall untertreiben wie viele Verluste Napster und co. den Musikgiganten wie Sony, EMI usw. eingebrockt haben und ich finde illegales herunterladen auch nicht gerade fair den Bands gegenüber, aber für die Musikindustrie habe ich da dann doch noch die wenigste Verständnis.

Aber zurück zur Raubkopierenden Schülerin. Wenn sie also dann doch die Platte kauft, dann hat sie (eigentlich) das Recht Privatkopien zu machen, nämlich sieben an der Zahl; z. B. wenn sie mal auf einen Ausflug fährt und das teure Original nicht mitnehmen will. Der Hohn an der Geschichte ist nur, wenn die CD, die sie gekauft hat, gleichzeitig einen Kopierschutzmechanismus beinhaltet und sie diesen beim Brennen folglich umgeht, ist das schon wieder illegal, d. h. sie darf von einer CD, selbst wenn sie sie im Original besitzt keine Privatkopie machen.
Natürlich ist das Weitergeben auch nicht legal, das aber zu vergleichen mit Weiterverkaufen von CDs/DVDs finde ich jetzt schon auch einmal wieder ziemlich übertrieben.
Viele CDs habe ich z. B. kennengelernt, weil ich sie mir ausgeliehen habe oder von einem Kumpel empfohlen bekommen.

Dann geht es in dem Artikel weiter mit den großen Musikportalen. Schön und gut, toll auch, dass sie sich so gut entwickeln; nur erstens war die Musikindusrie mindestens fünf Jahre zu spät damit dran; und zweitens kann man da von Service nicht wirklich reden. Von einer CD ist man gewohnt, dass man sie kauft, auspackt und den CD Spieler steckt und sich ab sofort beschallen lassen kann. Bei digitalen Formaten sieht das schon wieder ganz anders aus. Jedes Portal hat seinen eigenen Player, die Formate sind dazu nicht kompatibel; teilweise brauch man (wahrscheinlich kostenpflichtige) Umkodierungs-Software. Von wirklich einfacher Handhabe ist man noch weit enfernt.

Aber das beste Beispiel, wo man sich wirklich fragt, was diese „Musikindustrie“ ist in dem kurzen Artikel durch Zahlen ausgedrückt.
Eine CD kostet ca. 16 Euro (im Durchschnitt). Davon gehen lediglich 10% (!) an den Künstler selbst. Das ist gerade einmal 1,60 Euro. Ich will den (guten) Künstlern ja nicht mal unterstellen, dass sie so geldgeil wären. Aber von irgendetwas muss man sich nunmal ernähren. Übrigens gehen 40% an dritte Rechteinhaber, die Musiker selbst besitzen diese Rechte selten. die anderen vierzig Prozent gehen dann an die Plattenfirma. Bleiben noch 10 % für das Material. Rohling Booklet, Verpackung und Versand.

Ich will gar nicht sagen, dass wir ab jetzt CDs boykottieren sollen, ganz im Gegenteil, immerhin unterstützt man mit einem CD Kauf die Band noch minimal. Wenn man hingegen sie raubkopiert, schadest das der Band mehr als man denkt. Aber trotzdem sollte man sich doch vor Augen halten für was das Geld verwendet wird, wenn man 16 Euros auf die Ladentheke legt.
Vielleicht sind Ansätze wie Spenden über die Band Homepage eine Möglichkeit für die Zukunft. Da muss sich aber im Verständnis der Leute und ihre Einstellung zur Kunst noch ein wenig verändern.

Ich kann nur jedem empfehlen, wenn er eine Band/Sänger usw. gut und hörenswert findet, soll er sich ein paar Freunde schnappen und auf ein Konzert gehen. Konzertkarten sind zwar meistens noch teurer, dafür hat man auch ein Erlebnis der Extraklasse. Drei Stunden rundum Beschallung. Und das beste: Die Band spielt in dem Moment nur für euch (und ein paar Tausend andere Besucher)!


Auswendig lernen, Auskotzen und wieder vergessen…

26 Januar, 2006

… oder so ähnlich könnte man das Bayrische Gymnasiale Schulwesen beschreiben.

Ich muss mich hier jetzt grad mal auslassen, weil ich heute die letzte Klausur im Wintersemester 05/06 geschrieben habe. Um ehrlich zu sein, unter Kollegstufe hatte ich mir was anderes, besseres vorgestellt. Es funktioinert momentan wirklich nur nach dem Prinzip „Auswendig lernen, Auskotzen wieder vergessen“. Es nervt so langsam, aber so richtig. Wen interessiert es denn in zwei Jahren noch, welche Fakten ich wie wielange auswendig gelernt habe. Ich will nicht abstreiten, dass ein gewissen Grundkonsens an Allgemeinbildung schon vorhanden sein sollte. Aber dafür tut die Bildungsanstalt auch nicht wirklich was. Nachrichten muss man schon selbst verfolgen. Zeitung lesen sollte man auch selbst. Wenn man dazu zeitlich nicht in der Lage ist, weil man z. B. auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, Pech gehabt.

Irgendwie regt mich das jetzt grad noch mehr auf als sonst. Drei Wochen, 6 Klausur. Dienstags eine Klausur geschrieben, d. h. Dienstag Nachmittag und Mittwochnachmittag für die Klausur am Donnerstag lernen…

Wie bitte, soll man da denn ein gescheites Abi schreiben. Und wie bitte soll man dann noch ein Privatleben führen geschweige denn andere Hobbys ausüben?!

Prinzipiell stehen an einem Tag 24 Stunden zur Verfügung. Sieben Stunden für Schlafen. Eine Stunde für Essen und andere tägliche Geschäfte. Sieben bis acht Stunden Schule, bleiben noch zehn Stunden. Davon vll. noch zwei Stunden Hausaufgaben, 1 Stunde vorbereitung für den nächsten Tag. D.h. es bleiben von einem Tag effektiv noch sieben Stunden, die man selbst einteilen kann. Wenn dann während der Schulaufgabenzeit noch zwei Stunden lernen dazukommen sollen, sind das fünf Stunden. Hört sich viel an, ist es aber wirklich nicht.

Ich habe mir vorgenommen mit Hilfe dieses Blogs, deshalb habe ich es auch „Ein bayrischer Gymnasiast auf dem Weg zum Abitur“ getauft, ein wenig festzuhalten und zu protokollieren, was ich wieviel wie oft mache.

Zum Beispiel wollte ich schon seit den Weihnachtsferien endlich mal wieder Englisch-Vokalben wiederholen; ich habe noch keine einzige wiederholt.

Jetzt kommt heute noch ein Hammer hinzu. Ich habe diesen Post angefangen zu schreiben nach der Chemie Klausur, damit ich meinen Kopf ein wenig freibekommen kann. Klar natürlich, dass ich mir in den letzten zehn Minuten vor Bio nicht noch allen Stoff von vor einer Woche reinziehen wollte, deshalb hab ich mir das gespart. Ein kleiner Fehler wie sich später herausgestellt hat. Ich wurde nämlich prompt abgefragt und hatte natürlich überhaupt keine Ahnung. Macht einen super Eindruck und fühlt sich klasse an, vorne zu stehen und nichts zu wissen und mit einem halbwissen sich versuchen ‚was zu erschließen.

Wie auch immmer, heute war wohl nicht so mein Tag.


Saperé Aude – Deutschklausur 12/1

26 Januar, 2006

Immanuel Kant definiert Aufklärung als „den Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit“ und forderte: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“
Diskutiere, ob wir im Kantschen Sinne in einer aufgeklärten Welt leben!

So lautete die Aufgabenstellung zur Deutschklausur im Wintersemester 12/1. Frei nach Kant wollte ich mich mal bemühen und mich „meines eigenen Verstandes“ bemühen, nicht etwa irgendwelche Eigenarten in Goethes Faust heraus zufrikeln. Leider hat es nur für 7 Punkte gereicht, was einer drei minus einspricht.
Es wurden fehlende Beispiele, nicht immer sinnvolle zusammenhänge und auch einige sprachliche Mängel kritisiert. Von meiner Gliederung her, dachte ich eigentlich sei die Schulaufgabe gelungen, schade eigentlich…

„Das beste Argument gegen die Demokratie ist ein Fünf-Minuten Gespräch mit einem durchschnittlichen Wähler.“ Dieses Zitat wird Winston Churchill zugeschrieben, englischer Staatsmann. Seiner Meinung nach beschreibt es den Zustand der Demokratie, ähnlich zu den Aussagen Kants „Habe Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“. Verschiedene Meinungen sind in einer pluralistischen Gesellschaft, wie wir sie kennen, unerlässlich und treibende Kraft, aber auch nur wenn es fundierte Meinungen sind, da sie kritisch hinterfragt und reflektiert wurden. Nachfolgend soll dargestellt werden, inwieweit wir heute „im Kantschen Sinne“ in einer aufgeklärten Welt leben.

Die aktuellen Schlagzeilen sind bestimmt von einem Ereignis: Eine deutsche Archäologin wurde im Irak entführt. Die Täter, davon ist auszugehen, fühlen sich im Recht, diese Gräueltaten mit Unschuldigen durchzuführen. Susanne Osthoff war als freiwillige soziale Helferin in den Irak gekommen. Jetzt ist sie Opfer fundamentalistischen Terrors geworden. Man weiß nicht, aus welcher Motivation die Täter sie entführt haben, aber es ist von einem überwiegend religiösen Anlass, vermischt mit politischem Hass, auszugehen. Falls das nicht der Fall sein sollte, lässt sich auf genug andere terroristische Attentate zurückgreifen, sei es in London oder Madrid. Hier handeln Menschen, geführt von einer Idee, Überzeugung oder Glauben und reißen somit sich und viele andere in den Tod. In der Kultur, in der diese Leute aufgewachsen sind, hat es eine Aufklärung allgemein und im „kantschen Sinn“ (noch) nicht gegeben. „Saperé aude“ – Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen, ist einer Kants Leitgedanken. In einer von Religion und Tradition geprägten Gesellschaft ist das kaum möglich. Jegliche Kritik wird von den großen Kirchenvertretern abgeblockt und Skeptiker werden wegen Ketzerei verurteilt.
Aber genauso kann man auch auf die westliche Welt schauen. Amerikanische Soldaten im Irak, die Sinnbild von Demokratie und Freiheit sein wollen, werden in dieser Krisenregion harten Anforderung unterzogen. Trotzdem sind Verletzungen des Menschenrechts unentschuldbar, auf das sich die westliche Welt beruft. Die Menschenwürde wurde sprichwörtlich „mit den Füßen getreten“ titelten einige (Boulevard-) Zeitungen, als die Misshandelungen der Iraker in dem US-Gefängnis „Abu Grahib“ bekannt wurden und die Öffentlichkeit darüber diskutierte. Die Soldaten sagten hinterher im Prozess aus, dass sie nur auf Befehl gehandelt hätten. Ganz davon abgesehen, wer solche Befehle erteilt, lässt sich auch unaufgeklärtes Handeln wieder finden. Die Soldaten hätten sich bewusst sein sollen, dass auf einem Gefangenen zu Urinieren nicht einmal in der strikten Befehlskultur der US-Armee zu dulden ist.
Dabei ist natürlich die Rolle der Massenmedien nicht zu unterschätzen. Journalismus versteht sich als Kontrollorgan gegenüber dem Staat, weil kritisch und mit „eigenem Verstand“ etwas hinterfragt werden kann. Massenmedien werden oft auch „Spiegel der Wirklichkeit“ genannt, dienen trotzdem teilweise der politischen Stimmungsmache und Meinungsbeeinflussung. Erschreckend sind die Zahlen zur meistgelesenen deutschen Zeitung und die Qualität deren Inhalts. Frei nach Kant ist es selbst verschuldet, wenn die Mehrheit der Deutschen lieber eine leicht bekleidete Dame als anspruchsvolle, kritische Texte auf der Titelseite haben will. In einem Atemzug mit Meinungsbeeinflussung kann die diesjährige Bundestagswahl hergenommen werden. Der prozentual sehr hohe Zuwachs extremistischer Parteien, ob links- oder rechtsextremistisch, ist größtenteils falscher Stimmungsmache zu „verdanken“. Verständlich, dass solche Parteien ihre Ideen und Programme durch eine solche Plattform gut verbreiten können. Wieder kann Kants Aussage herangezogen werden, wonach die Menschen, die solchen Parteien zugeneigt sind, als zu faul sich ihren eigenen Verstandes zu bemühen „eingestuft“ werden können. Hätten sie sich einmal damit auseinander gesetzt, mit welchen utopischen Vorstellungen die extremen Parteien locken, dürfte ihnen aufgefallen sein, dass diese momentan nicht wirklich verwirklichbar sind.

Trotzdem sind wir auf dem Weg die Aufklärung im kantschen Sinne weiter zu führen. Paradebeispiel ist hierfür immer noch die Kirche, die zu Kants Zeit viel mehr Einfluss auf das Leben der Menschen und auf die weltliche Politik genommen hat. Dass sich im Zug der Aufklärung das Selbstverständnis der Kirche geändert hat, war notwendig. Die heutige Kirche mischt sich nicht mehr in weltliche Diskussionen und in die Wissenschaft ein. Sogar Beweise, die gegen die Aussagen der Bibel sprechen, werden heutzutage anerkannt. Thesen von Galileo Galilei, die man als bewiesen ansehen kann, zur Stellung unserer Erde im Planetensystem, sind von der Kirche akzeptiert und geduldet. Wenn es auch lange gedauert hat, bis die Kirche durch ihren eigenen Verstand eingesehen hat, dass die Behauptung, die Erde sei der Mittepunkt des Universums haltlos ist. Man ist aus seiner „Unmündigkeit“ herausgekommen und Wissenschaft und Kirche können friedlich nebeneinander existieren.
Als einen weiteren Gesichtspunkt der fortschreitenden Aufklärung kann der nun 60 Jahre andauernde Frieden in Europa angesehen werden, abgesehen von der Kosovo Krise. Die verschiedensten Putschversuche einen Diktator an die Macht kommen zu lassen, sind gescheitert. Die Menschen haben gelernt, was Frieden und Demokratie ausmacht, man setzt sich heute mit Vernunft an den Verhandlungstisch anstatt die Gewehre aufeinander zu richten. Man lässt sich nichts mehr vorschreiben, die Leute haben auch gelernt sich ihres „eigenen Verstandes“ zu bemühen.
Grundgedanken hierfür müssen natürlich ganz früh vermittelt werden. Maßgeblichen Einfluss im „kantschen Sinne“ haben die Bildungseinrichtungen. Schon in der Schule soll der Grundstein für die Entwicklung zu einem aufgeklärten Individuum gelegt werden. Neue verbesserte Lehr- und Lernmethoden zielen direkt darauf ab, den Schüler aktiv mit einzuspannen, sodass er selbst mitdenken muss. Man kommt immer mehr davon los sturen Frontalunterricht zu halten, sondern bezieht die Schüler durch Gruppenarbeit und Lernzirkel aktiv in den Prozess des Lernens mit ein. Selbsterarbeitete Texte und Formeln können sich die Schüler nicht nur besser einprägen, ihnen auch das „Werkzeug“ mit an die Hand gegeben in der heutigen Gesellschaft nicht alles schlucken zu müssen, sonder auch kritisch zu hinterfragen.
Am meisten Gebrauch von diesem Abwäge-, Filter und Differenzierungsmechanismus macht man in anbetracht der immer fortschreitenden Entwicklung des Internets zur Informationsquelle. Anfangs wurde schon von den Massenmedien gesprochen, das Internet aber bewusst außen vor gelassen. Obwohl es immer mehr zum Massenmedium avanciert, nimmt das Internet eine Sonderstellung ein. Völlig ungefiltert und unzensiert, das war jedenfalls der ursprüngliche Gedanke, sollten wissenschaftliche Ereignisse, Studienergebnisse, wissenschaftliche Schriften und Papiere bereitgestellt werden. Heute ca. 15 Jahre nach den Anfängen ist das Internet genauso ungefiltert und unzensiert Spielwiese für Verschwörungstheoretiker, Neurotiker und Arten von Spinnereien geworden. Im Zuge dessen ist es also ganz wichtig Wahrheit von Lüge und sauber recherchiertes von persönlichen Meinungen unterscheiden zu können. Wer nach Kants Aussage zu faul ist solch eine eigene Abwägung zu treffen, wird mit dem Internet als Informationsmedium nur schwer zurechtkommen. Dass dem Internet eine große Zukunft blüht, ist durch die momentane Entwicklung zu erwarten. Trotzdem ist es ach hier wichtig sich immer wieder Kants Hypothese zu verdeutlichen den Mut aufzubringen zu reflektieren und skeptisch zu sein.

Trotzdem sollten wir uns bewusst sein, dass ganz abgesehen von der Wissenschaft, Aufklärung in unserem täglichen Alltag eine Rolle spielen sollte. Einfach immer nur blind durch die Welt zu gehen und alles zu schlucken, würde zu einem schöpferischen Stillstand führen, in dem auch die Demokratie gefährdet wäre. Uns sollte alles daran liegen, dass selbst „fünfminütige Gespräche mit einem Durchschnittswähler“ keine Argumente gegen Demokratie mehr bieten, sondern bekräftigend wirken: „Der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“ ist ein immer fortdauernder Prozess, der durch die Medien, speziell auch durch das Internet, vorangetrieben wird und uns in Zukunft die Einhaltung der Menschenrechte gewährleisten und den Frieden sichern kann.


Projekt Silentium

21 Januar, 2006

Projekt Silentium –
oder wie mache ich eine Flugzeugturbine leiser?!

Ein moderner Spiele-Computer steckt die Leistung aller bisher da gewesene End-Benutzersysteme leicht in die Tasche. Diese Leistung, sei es graphisch oder prozessorisch hat aber auch negative Auswirkungen. Da die Chips auf immer kleineren Grundflächen gefertigt und somit sehr stark komprimiert werden müssen, treten unerwünschte Effekte wie Wärmeentwicklung auf. Verbunden damit sind der Wärme entgegenwirkende Systeme wie Kühlkörper und Lüfter. Und so nimmt die Spirale ihren Lauf, denn ein Lüfter ist eine mechanische Komponente in einem Computer und produziert somit ungewollte Störgeräusche.

Bei dem Computer von meinem kleinen Bruder war das besonders extrem, deswegen habe ich es mir an einem Samstag zur Aufgabe gemacht, das Gerät ein wenig leiser zu bekommen.
Ausgangspunkt hierfür waren einige Punkte, die ich verändern wollte. Ein neuer, größerer CPU Kühler musste her, dafür auch einen neuen Lüfter. Der Gehäuselüfter sollte auch ausgetauscht werden, ebenso wie der Lüfter im Netzteil.

Mir wurde empfohlen (auch wenn das nicht meine erste Anlaufstelle für solche Produkte gewesen wäre) die CoolerMate Lüfter vom MediaMarkt auszuprobieren. Für 7,99 EUR pro Lüfter bekommt man einen sehr leisen Lüfter (auf der Verpackung waren 20dB angegeben) mit goldfarbener Abdeckung, Gummiringe für die Schrauben und – das Ultra Feature – er leuchtet sogar blau. Das wäre zwar für mich überhaupt kein Argument gewesen solch einen Lüfter zu kaufen, aber es waren die billigsten, die es bei MM zu kaufen gab.

Eingebaut werden sollten die Lüfter dann an diesem Samstagabend auf einem Treff der LUG Untermain, wo gleichgesinnte Computer(/Linux)-Fans regelmäßig zusammenkommen, plaudern und basteln. Lötkolben, Schrumpfschläuche, Schraubenzieher und weitere Werkzeuge und Utensilien lagen bereit.

Als erstes musste der Lüfter im Netzteil dran glauben. Die alten Kabel wurden durchtrennt und mit dem neunen Lüfter verbunden; wenn man dann vorher den Schrumpfschlauch nicht vergessen hatte, konnte man diesen Teil schon abschließen. Dieses abgeschnittene Kabelstück vom neuen Lüfter wurde dann gleich noch recycled, denn das Mainboard hatte nur noch einen Stromstecker für Lüfter sehr weit unten frei. Deshalb wurde der Gehäuselüfter mit diesem Stück Kabel verlängert und dann auch noch in den Computer eingebaut. Den CPU Kühler hatten wir leider noch nicht, aber diesen kleinen Schritt habe ich irgendwann mal zwischen Mittagessen und Hausaufgaben gemacht. Dazu habe ich einfach vier Löcher in den Kühler gebohrt und diesen dann mit kurzen Kupferdrahtstücken auf dem Kühlkörper befestigt.

Aber besonderes Sorgenkind war der Festplattenwechselrahmen, der auch einen eigenen Lüfter hat. Dieser war wahrscheinlich der größte Verursacher von Störgeräuschen gewesen und ist es immer noch. Um trotzdem ein wenig Geräuschverlust zu erzwingen, habe ich die Abdeckung des Lüfters herausgetrennt und den Lüfter doch noch ausgetauscht. Dann habe ich noch die Abdeckung des Gehäuselüfters mit meinem Paps herausgefräst und durch das Abdeckgitter des Lüfters mit Gummiunterlagen ersetzt.

Im Großen und Ganzen hat der Umbau ca. 30 Euro und eine Menge Zeit gekostet, aber ist auch deutlich zu hören. Ganz leise ist der Rechner immer noch nicht; die lautesten Störgeräusche kommen jetzt aber noch vom Festplattenwechselrahmenlüfter und von den Festplatten selbst. Hilfreich war es allemal, allein um des Spaßes Willen und den Erfahrungen, die ich gesammelt habe.


LUG Untermain

21 Januar, 2006

Quasi im Moment hat mir Alex ganz unfrei ein WordPress Blog eingerichtet. Mal schauen was sich damit noch anfangen lässt. Werde erstmal MarsEdit einrichten.